Geschichte
Den Anfang des Musizierens in Mattighofen findet man in der Chronik von Mattighofen, dort schreibt der Historiker Lamprecht:
„Mit der Errichtung des Kollegiatstiftes weltlicher Chorherren im Jahre 1430 wurden im Sinne der Chorstifter den das Chorgebet und den Chorgesang pflegenden Chorherren eigene Kantoren aus dem Laienstande und an deren Seite Chor- und Sängerknaben zur Mithilfe beigegeben.“
Ob sich diese Kantoren auch außerhalb der Kirche musikalisch betätigten, darüber sagt die Chronik nichts aus.
Jedoch sicher ist, dass ungefähr im Jahre 1820 (ein genaueres Datum lässt sich leider nicht ermitteln) Jakob Dirnhammer zum bürgerlichen Thurnermeister (Kapellmeister) ernannt wurde und ihm fünf Musikgesellen zur Seite gestellt wurden.
1849 gründete er dann die Marktmusikkapelle Mattighofen, die damit eine der ersten und ältesten Musikkapellen in Oberösterreich wurde.
Im Jahre 1986 änderte sich dann der Name der Kapelle, durch die Stadterhebung von Mattighofen, von Marktmusikkapelle zu Stadtmusik Mattighofen.
| Kapellmeister seit 1849:
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Obmänner seit 1958:
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Stabführer seit 1876:
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Aus der Gemeinde Auerbach, unweit von Mattighofen, kam um die Jahrhundertwende eine Familie, die eine der größten Stützen der Musikkapelle Mattighofen war, nämlich die Gebrüder Weinberger, auch unter dem Namen Enthammer bekannt. Georg, der Zweitälteste, war der Erste der sich vom Berufsmusiker Johann Maier zum „Geiger und Bläser“ ausbilden ließ. Sein Wissen gab er dann nach und nach seinen 11 Brüdern weiter und gründete sobald die zur damaligen Zeit weit über die Grenzen hinaus bekannte Weinberger- oder auch Enthammerkapelle.
Den Höhepunkt ihrer Karriere erlebten sie im Jahre 1903, als die 12 Brüder und ihre Mutter anläßlich der 700-Jährigen Stadtjubiläumsfeier von Braunau am Inn, vom damaligen Kaiser Franz Josef den Ersten empfangen und mündlich geehrt wurden. Überliefert wurde der Satz, den der Kaiser an ihre Mutter gerichtet hat: „Mutter, ihr seid reicher als ein Monarch.“
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Die 12 Weinbergers gereiht nach dem Alter: Anton, Georg, Josef, Johann, Franz, Karl, Paul, Matthäus, Ludwig, Fritz, Albert, Lambert. |
Am 2. August des selben Jahres wurde Mutter Weinberger im Auftrag des Kaisers durch den Bezirkshauptmann Baron von Beulwitz mit der vom Kaiser verliehenen goldenen Kette mit 12 Dukaten und einem goldenen Kreuz mit 5 Brillanten dekoriert.


















